

Anthony Neidhart / Janosch Mazzolini
3. Mai 2026
Das EIS hat als Drittletzter mit nur einem Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze und bloss 9 Punkten aus 17 Spielen das Messer am Hals und ist dringend auf Punkte angewiesen. Die erste Saison nach dem Aufstieg ist erfahrungsgemäss immer schwierig. Bei den meisten Matches war man auf Augenhöhe mit dem Gegner verlor aber dennoch oft auf unglückliche Art und Weise. Heute stand die äusserst schwierige Partie auswärts auf der Bodenweid gegen das Spitzenteam FC Prishtina Bern auf dem Programm. Man hätte die Leibchen des Heimteams in feurigem rot und einem schwarzen Doppeladler erwartet aber effektiv traten sie in einem weissen, dezent an das Auswärtstrikot von PSG erinnernden Trikot auf.
Es war über 25 Grad heiss an diesem sonnigen Maitag als die Teams den Kunstrasenplatz betraten.
Gleich zu Beginn drückte Prishtina und unser Goalie konnte sich schon ein paarmal auszeichnen. Nach dieser ersten Druckphase gelang es dem EIS das Geschehen auszugleichen. Dabei neutralisierten sich die beiden Kontrahenten und die Partie verflachte zusehends. Gegen Ende der ersten Hälfte gelangen dann dem EIS einige sehenswerte Angriffe. Vorallem die rechten Seite machte richtig Dampf. Einmal scheiterte Nicu mit einem strammen Schuss und dann Reto mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Goalie. Als man sich schon auf die Pause freute, setzte sich Nicu rechts durch, flankte über den Goalie hinweg, wo sich Nick die Kugel zurecht legte. Erst setze er sich gegen einen Verteidiger durch und passte klug zurück an die Strafraumkante, wo Raphael herangerauscht kam und zur verdienten Führung einschoss!
Nach der Pause gab der FC Prishtina wiederum Gas und drückte auf den Ausgleich aber die guten Chancen hatte der FCS mit schnellen Kontern. Zuerst rettete die Latte, dann scheiterte unser Stürmer alleine vor dem gegnerischen Goalie. Die Fans auf der schattigen Tribüne bei kaltem Bier verzweifelten schier. In der 73. Minute fehlte wiederum wenig um die Führung auszubauen – eigentlich hätte es zu diesem Zeitpunkt mindestens 4:0 für das EIS stehen müssen! Und dann kam es halt so, wie es kommen musste: in der 79. Minute kurvte der gegnerische Käpten namens Gabriel Lauper (!) in Kvaratskhelia-Manier um unsere Verteidiger und erzielte den Ausgleich – ein wirklich schöner Treffer. Kurz darauf gelang dem Heimteam sogar noch der Führungstreffer. Der FCS war sichtlich platt nach diesen zwei Gegentreffern und der langen Hitzeschlacht und konnte nicht mehr reagieren.
Fazit: schade, schade - wiederum eine unnötige Niederlage aber trotzdem Hut ab für eine grosse Leistung, welche das EIS ablieferte! Es waren viele schöne Spielzüge zu sehen, die Verteidigung stand sicher und der Goalie war nur durch zwei Ausnahmesituationen zu bezwingen. Irgendwann wird der Knoten platzen und das EIS wird solche Spiele locker und verdient gewinnen!
Das Spiel übrigens war äusserst fair – die einzige gelbe Karte sah ein Spieler vom EIS.
